Aufgeschnittener Porridge-Muffin mit rotem Fruchtkern aus Fruchtaufstrich

Porridge-Muffins mit Fruchtkern

Außen weich gebacken, innen fruchtig: Diese Porridge-Muffins verstecken ihren besten Teil erst beim Anschneiden. In der Mitte sitzt ein kleiner Fruchtkern aus Just Jam, während Porridge die Grundlage für den Teig bildet. So wird aus einem klassischen Frühstücksprodukt ein saftiges Gebäck für Frühstück, Kaffee oder unterwegs.

Das Rezept kommt ohne klassischen Haushaltszucker aus und lässt sich schnell vorbereiten. Joghurt und Eier sorgen für einen weichen Teig, während gemahlene Mandeln etwas Struktur geben. Für die Füllung eignen sich besonders Fruchtaufstriche mit kräftigem Geschmack wie Himbeere, Sauerkirsche, Waldbeere oder Erdbeere.

Inhaltsverzeichnis

Warum Porridge auch zum Backen funktioniert

Porridge landet normalerweise zusammen mit Milch oder Wasser im Topf. Die Mischung kann aber noch deutlich mehr. Je nach Zusammensetzung lässt sie sich auch als Grundlage für Muffins, kleine Aufläufe oder andere Ofengerichte verwenden.

Beim Backen übernimmt Porridge einen Teil der Aufgabe, die sonst Haferflocken oder Mehl übernehmen würden. Die trockenen Bestandteile nehmen Flüssigkeit aus Joghurt und Eiern auf und geben dem Teig Struktur. Gleichzeitig bekommt man eine völlig andere Konsistenz als bei einer Schüssel warmem Porridge.

Gerade deshalb sind solche Rezepte interessant, wenn eine angebrochene Packung nicht jeden Morgen auf dieselbe Weise zubereitet werden soll. Porridge muss nicht immer Porridge bleiben. Manchmal darf er auch im Muffinblech verschwinden.

Die Zutaten

Die folgenden Mengen ergeben etwa 10 bis 12 Muffins, abhängig von der Größe der Förmchen. Für das beste Ergebnis sollten alle Zutaten ungefähr Zimmertemperatur haben. Dadurch lässt sich der Teig gleichmäßiger vermischen.

Für den Muffinteig

  • 180 g Porridge-Mischung
  • 70 g gemahlene Mandeln
  • 2 Eier, Größe M
  • 200 g Naturjoghurt
  • 80 ml Milch oder ungesüßter Pflanzendrink
  • 40 g Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
  • 30–40 g Erythrit, je nach gewünschter Süße
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz

Für den Fruchtkern

  • 100–120 g Just Jam Fruchtaufstrich

Wie viel zusätzliches Erythrit notwendig ist, hängt auch von der verwendeten Porridge-Mischung ab. Ist sie bereits gesüßt, kann die zusätzliche Menge deutlich reduziert oder vollständig weggelassen werden. Deshalb lohnt sich vor dem Backen immer ein Blick auf Zutatenliste und Zubereitungsempfehlung des jeweiligen Produkts.

Welcher Fruchtaufstrich eignet sich für den Kern?

Für die Füllung sollte der Fruchtaufstrich aromatisch genug sein, um sich gegen den gebackenen Teig durchzusetzen. Besonders gut funktionieren Himbeere, Sauerkirsche und Waldbeere. Erdbeere ergibt einen etwas milderen und klassischeren Geschmack.

Für dieses Rezept verwenden wir Just Jam mit 80 % Frucht und ohne Zuckerzusatz. Der Aufstrich wird nicht einfach nach dem Backen auf den Muffin gegeben, sondern direkt im Teig eingeschlossen. Dadurch entsteht beim Anschneiden oder Reinbeißen eine deutlich erkennbare fruchtige Mitte.

Die Angabe „ohne Zuckerzusatz“ bedeutet übrigens nicht, dass ein Fruchtaufstrich überhaupt keinen Zucker enthält. Früchte enthalten von Natur aus Zucker. Was genau hinter dieser Kennzeichnung steckt, erklären wir ausführlich im Artikel „Was bedeutet ohne Zuckerzusatz?“.

Porridge-Muffins Schritt für Schritt

1. Backofen und Muffinform vorbereiten

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen oder die Mulden sorgfältig einfetten. Bei Silikonformen ist zusätzliches Einfetten je nach Form meist nicht notwendig.

Die geschmolzene Butter kurz abkühlen lassen, bevor sie mit den übrigen Zutaten vermischt wird. Sehr heiße Butter sollte nicht direkt zu den Eiern gegeben werden. Die Zutaten verbinden sich besser, wenn sie ungefähr eine ähnliche Temperatur haben.

2. Die trockenen Zutaten mischen

Porridge-Mischung, gemahlene Mandeln, Backpulver und Salz in einer Schüssel gründlich vermengen. Dadurch verteilt sich das Backpulver gleichmäßig im späteren Teig. Falls zusätzlich Erythrit verwendet wird, kann es ebenfalls bereits unter die trockenen Zutaten gemischt werden.

Ist die verwendete Porridge-Mischung sehr grob, kann sie vorher kurz in einem Mixer zerkleinert werden. Sie muss dabei nicht zu feinem Mehl werden. Eine leicht gröbere Struktur passt gut zu diesen Muffins und sorgt für etwas mehr Biss.

3. Die feuchten Zutaten verrühren

Eier, Joghurt, Milch, Vanilleextrakt und die abgekühlte Butter in einer zweiten Schüssel miteinander verrühren. Die Masse muss nicht schaumig aufgeschlagen werden. Es reicht, wenn sich die Zutaten gleichmäßig verbunden haben.

Anschließend die trockene Mischung dazugeben und alles nur so lange verrühren, bis kein trockenes Pulver mehr sichtbar ist. Den Teig danach etwa fünf Minuten stehen lassen. In dieser Zeit kann die Porridge-Mischung einen Teil der Flüssigkeit aufnehmen.

4. Den Fruchtkern einsetzen

Zunächst etwa einen gehäuften Esslöffel Teig in jedes Muffinförmchen geben. In die Mitte kommt anschließend ungefähr ein Teelöffel Fruchtaufstrich. Dabei sollte rund um die Füllung noch etwas Teig vorhanden sein.

Danach den restlichen Muffinteig vorsichtig darauf verteilen. Der Fruchtaufstrich sollte vollständig bedeckt sein und nicht direkt an der Oberfläche liegen. Die Förmchen insgesamt nur etwa zu drei Vierteln füllen, damit der Teig beim Backen Platz zum Aufgehen hat.

5. Die Muffins backen

Die Muffins auf der mittleren Schiene etwa 20 bis 25 Minuten backen. Je nach Muffinform und Backofen kann die tatsächliche Zeit etwas variieren. Die Oberfläche sollte leicht gebräunt sein und sich bei vorsichtigem Druck wieder zurückformen.

Nach dem Backen die Muffins etwa zehn Minuten in der Form stehen lassen. Anschließend vorsichtig herausnehmen und auf einem Kuchengitter weiter abkühlen lassen. Der Fruchtkern ist direkt aus dem Ofen sehr heiß, deshalb lohnt sich ein wenig Geduld vor dem ersten Probieren.

So bleibt der Fruchtkern in der Mitte

Die kleine Überraschung im Inneren funktioniert nur, wenn der Fruchtaufstrich beim Backen nicht vollständig nach unten oder oben wandert. Dafür ist zunächst die Konsistenz des Teigs wichtig. Er sollte cremig und löffelbar sein, aber nicht flüssig vom Löffel laufen.

Auch die Reihenfolge beim Befüllen der Förmchen spielt eine Rolle. Zuerst kommt eine stabile Teigschicht in die Form, danach der Fruchtaufstrich und erst anschließend der restliche Teig. So ist die Füllung von allen Seiten möglichst gut eingeschlossen.

Der Fruchtaufstrich sollte außerdem nicht bis an den Rand des Förmchens reichen. Dort könnte er beim Backen austreten und karamellisieren oder am Papier kleben. Ein kleiner Kern von etwa einem Teelöffel reicht für einen deutlich fruchtigen Effekt.

Ein einfacher Trick für einen besonders klaren Fruchtkern

Wer eine besonders deutlich abgegrenzte Füllung möchte, kann den Fruchtaufstrich vor dem Backen portionsweise einfrieren. Dafür kleine Kleckse auf Backpapier setzen und etwa eine Stunde ins Gefrierfach geben. Die gefrorenen Portionen werden anschließend wie beschrieben in den Teig gesetzt.

Im Backofen taut die Füllung wieder auf, während der Muffinteig gleichzeitig fest wird. Dadurch kann der Fruchtaufstrich weniger leicht in den noch flüssigen Teig laufen. Dieser zusätzliche Schritt ist nicht zwingend notwendig, macht den Fruchtkern aber besonders zuverlässig.

Woran erkennt man, dass die Muffins fertig sind?

Bei Muffins mit flüssiger Füllung funktioniert die klassische Stäbchenprobe nur eingeschränkt. Trifft das Holzstäbchen genau auf den Fruchtkern, kommt es selbstverständlich feucht wieder heraus. Deshalb sollte man die Probe eher am Rand des Muffins durchführen.

Dort sollte kein roher Teig mehr am Stäbchen kleben. Gleichzeitig sollte die Oberfläche stabil wirken und bei leichtem Druck zurückfedern. Werden die Muffins zu lange gebacken, verlieren sie unnötig Feuchtigkeit und können trockener werden.

Die Konsistenz verändert sich außerdem beim Abkühlen noch etwas. Direkt aus dem Backofen sind die Muffins sehr weich. Nach etwa 20 bis 30 Minuten werden sie stabiler, während die Mitte angenehm saftig bleibt.

Varianten des Rezepts

Schoko-Porridge-Muffins mit Himbeerkern

Für eine schokoladige Variante können etwa 15 bis 20 Gramm Backkakao unter die trockenen Zutaten gemischt werden. Falls der Teig dadurch zu fest wird, einfach ein bis zwei Esslöffel zusätzliche Milch ergänzen. Himbeer- oder Sauerkirschaufstrich passt besonders gut zum kräftigen Kakaogeschmack.

Wer möchte, kann zusätzlich einige Stückchen sehr dunkle Schokolade in den Teig geben. Damit verändert sich natürlich auch die Nährwertzusammensetzung des Rezepts. Geschmacklich entsteht dafür eine Kombination, die deutlich näher am Dessert als am klassischen Frühstück liegt.

Mit Apfel und Zimt

Eine andere Variante entsteht mit fein gewürfeltem Apfel und etwas Zimt. Dafür ungefähr einen kleinen Apfel schälen, sehr fein schneiden und unter den fertigen Teig heben. Als Fruchtkern passen dazu beispielsweise Aprikose oder Zwetschge.

Die Apfelstücke sollten klein sein, damit sie während der kurzen Backzeit weich werden. Zu große Stücke können außerdem die Stabilität der Muffins beeinträchtigen. Eine kleine Menge reicht bereits, um Geschmack und Textur deutlich zu verändern.

Mit knusprigem Nuss-Topping

Vor dem Backen können einige gehackte Mandeln oder Walnüsse auf den Muffins verteilt werden. Sie rösten im Ofen leicht und bilden einen knusprigen Kontrast zum weichen Inneren. Besonders bei den beerigen Varianten passt dieser Unterschied in der Textur sehr gut.

Das Topping sollte nur leicht auf den Teig gestreut und nicht tief hineingedrückt werden. So bleibt es an der Oberfläche und kann gleichmäßig rösten. Nach dem Backen braucht es keine zusätzliche Dekoration mehr.

Aufbewahren und Einfrieren

Die vollständig abgekühlten Muffins können in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort bleiben sie etwa zwei bis drei Tage frisch. Durch die feuchte Füllung sollten sie nicht mehrere Tage offen bei Raumtemperatur liegen.

Vor dem Essen können die Muffins kurz auf Raumtemperatur gebracht werden. Wer sie lieber warm mag, kann sie für einige Sekunden vorsichtig in der Mikrowelle erwärmen. Dabei wird auch der Fruchtkern wieder weicher und deutlich aromatischer.

Die Muffins lassen sich außerdem portionsweise einfrieren. Nach dem Auftauen können sie kurz erwärmt oder bei Raumtemperatur gegessen werden. Damit eignen sie sich gut zum Vorbereiten, wenn morgens nicht genügend Zeit zum Backen bleibt.

FAQ

Kann man Porridge wirklich zum Backen verwenden?

Ja, viele Porridge-Mischungen lassen sich auch als Bestandteil von Backrezepten verwenden. Entscheidend ist allerdings ihre genaue Zusammensetzung. Enthält eine Mischung bereits Süßungsmittel, Samen oder andere Zutaten, muss das Rezept entsprechend angepasst werden.

Deshalb sollte man Porridge nicht in jedem beliebigen Rezept einfach eins zu eins gegen Mehl austauschen. Es nimmt Flüssigkeit anders auf und kann eine gröbere Struktur haben. In diesem Rezept ist die Flüssigkeitsmenge bereits auf die Verwendung einer Porridge-Mischung abgestimmt.

Kann ich die gemahlenen Mandeln weglassen?

Die Mandeln geben dem Teig zusätzliche Struktur und tragen zur saftigen Konsistenz bei. Wer sie weglassen möchte, muss deshalb die Menge der übrigen trockenen Zutaten anpassen. Ein einfaches Weglassen ohne Ersatz kann den Teig zu weich machen.

Alternativ kann je nach gewünschtem Rezept beispielsweise ein Teil durch fein gemahlene Haferflocken ersetzt werden. Dadurch verändert sich allerdings die Zusammensetzung der Muffins. Auch die benötigte Flüssigkeitsmenge kann etwas anders ausfallen.

Warum läuft meine Fruchtfüllung aus?

Meist liegt der Fruchtaufstrich entweder zu nah am Rand oder wurde nicht vollständig mit Teig bedeckt. Beim Backen wird die Füllung warm und dadurch weicher. Findet sie einen Weg zur Oberfläche, kann sie dort austreten.

Deshalb sollte zunächst genügend Teig auf den Boden der Form gegeben werden. Der Fruchtkern kommt genau in die Mitte und wird anschließend vollständig bedeckt. Für einen besonders stabilen Kern kann die Füllung vorher portionsweise eingefroren werden.

Kann ich die Muffins ohne Erythrit backen?

Das hängt vor allem davon ab, welche Porridge-Mischung verwendet wird und wie süß die Muffins schmecken sollen. Ist das Porridge bereits gesüßt, kann zusätzliches Erythrit möglicherweise komplett entfallen. Auch der Fruchtkern bringt eine deutliche süße und fruchtige Komponente mit.

Bei einer ungesüßten Mischung schmeckt der Teig ohne zusätzliche Süße dagegen wesentlich neutraler. Das kann durchaus gewünscht sein. Die Menge lässt sich deshalb am besten an das konkrete Produkt und den persönlichen Geschmack anpassen.

Welche Just Jam Sorte passt am besten?

Himbeere, Waldbeere und Sauerkirsche ergeben einen kräftigen Fruchtkern, der sich deutlich vom Muffinteig abhebt. Erdbeere schmeckt milder und eignet sich besonders für eine klassische Variante. Auch Aprikose kann gut mit Vanille oder Mandeln kombiniert werden.

Man kann eine Portion Teig sogar mit mehreren Sorten füllen. So sehen die Muffins von außen gleich aus, haben aber unterschiedliche Fruchtkerne. In diesem Fall empfiehlt es sich allerdings, die Förmchen irgendwie zu markieren – sonst wird die Auswahl beim Essen zur kleinen Lotterie.

Fazit

Porridge muss nicht jeden Morgen als warme Schüssel auf dem Tisch stehen. Als Grundlage für Muffinteig bekommt dasselbe Produkt eine völlig andere Funktion und Konsistenz. Joghurt, Eier und Mandeln machen die Muffins weich, während der Fruchtaufstrich für eine saftige Mitte sorgt.

Besonders interessant wird das Rezept durch seine Variationsmöglichkeiten. Unterschiedliche Just Jam Sorten verändern den Geschmack, ohne dass dafür das Grundrezept neu entwickelt werden muss. Kakao, Apfel, Zimt oder Nüsse ermöglichen weitere Kombinationen.

Damit sind die Muffins gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, wie vielseitig Frühstücksprodukte eingesetzt werden können. Aus Porridge und Fruchtaufstrich wird nicht einfach eine weitere Bowl mit Topping. Diesmal darf beides zusammen in den Backofen.

Passend dazu

Weiterlesen

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.

Lebensmittel ohne Zuckerzusatz entdecken

Entdecke unsere Auswahl an Lebensmitteln ohne Zuckerzusatz für eine bewusste Ernährung. Von Marmelade ohne Zuckerzusatz über Low Carb und KETO Brot bis zu Porridge & Müsli – finde sorgfältig ausgewählte Produkte, die zu deinem Alltag und deinen Ernährungszielen passen